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3.2.16. Klassifizierung nach CNSORDERNO / CNSTYPECODE

PARTproject -> Projekt bearbeiten -> Registerseite Allgemein -> Variablen -> Variable mit Bestellnummer und/oder Variable mit Typenschlüssel

[Hinweis] Hinweis
  • Die Klassifizierung von Projekten nach CNSORDERNO und/oder CNSTYPECODE ist verpflichtend[3]

    Fehlt ein entsprechender Eintrag, erscheint beim Versuch zu speichern eine Fehlermeldung.

  • Unterscheidung von CNSORDERNO und CNSTYPECODE

    • Variable mit Bestellnummer (ORDERNUMBER): Kann nicht in erkennbare Segmente zerlegt werden. Es gibt keine direkte Verknüpfung von einzelnen Ausprägungswerten zu Teilen der Bestellnummer (egal ob Nummer oder Zahl).

      Ob das Projekt Wertebereichsfelder enthält oder nicht, spielt für die Entscheidung, ob ORDERNUMBER oder TYPECODE keine Rolle. Wenn Wertebereichsfelder vorhanden sind, kann sich (muss aber nicht) die Bestellnummer bei Änderung von Werten aus Wertebereichsfeldern ändern. Die Änderung lässt aber keine Systematik erkennen.

      Beispiel: Bestellnummer ändert sich bei Änderung von Wertebereichswert

      Beispiel: Bestellnummer ändert sich bei Änderung von Wertebereichswert

    • Variable mit Typenschlüssel (TYPECODE): Die einzelnen Teile des Codes stehen in Verbindung zu den Werten bestimmter Variablen (z.B. Typ/Serie, geometrische Werte wie Länge oder Durchmesser oder andere Variablenwerte, die den Typencode definieren.

      Beispiel: Klare Beziehung zwischen Teilen des Typencodes und einzelnen Variablenwerten

      Beispiel: Klare Beziehung zwischen Teilen des Typencodes und einzelnen Variablenwerten

Im PARTdataManager kann man wechseln zwischen normaler Volltextsuche und Bestellnummer/Typcode Suche .

Die Bestellnummer/TypcodeSuche sollte verwendet werden, wenn explizit nach einer Bestellnummer oder Typcode gesucht wird. Aufgrund der Eindeutigkeit führt diese Suche immer zum gewünschten Ergebnis (sofern der Katalog entsprechend vorbereitet ist).

Die Methode führt nicht nur bei einer festen Bestellnummer/Typcode zum gewünschten Ergebnis, sondern auch dann, wenn diese zusammengesetzt ist anhand von Werten aus Wertebereichsvariablen und zwar sowohl bei einfachen wie auch komplexen Zusammensetzungen.

Es gibt 3 grundsätzliche Fälle:

  1. Einfacher Katalog

    Katalog mit nur EINEM Artikel pro Zeile (d.h. keine Wertebereiche)

    -> Bei Neuerstellung eines Katalogs muss hier nur die Variable (Tabellenspalte) der Bestellnummer klassifiziert werden (Variable mit Bestellnummer), sonst nichts weiter.

    Beispielprojekt ohne Wertebereiche in PARTproject

    Beispielprojekt ohne Wertebereiche in PARTproject

    Beispielprojekt ohne Wertebereiche in PARTdataManager

    Beispielprojekt ohne Wertebereiche in PARTdataManager

    Bei bereits bestehenden Katalogen kann das entsprechende Mapping vom Kataloghersteller/Modelleur semiautomatisch mit geringem Aufwand erledigt werden. Je nach Hersteller kann es möglich sein, dass unterschiedliche Identifikatoren zur Verfügung stehen. Diese Varianten müssen berücksichtigt werden. Informationen zum Plugin "Bestellnummer und Typecode anpassen" finden Sie weiter unten.

    Siehe auch unter Abschnitt 5.9.2.3, „Menüpunkt Variablen“.

  2. Katalog mit Wertebereichen, die einfach aufgelöst werden können

    "Einfach" bezieht sich auf die Anzahl der Kombinationsmöglichkeiten.

    Default-Limit ist weniger als 25.000 Kombinationsmöglichkeiten pro Projekt oder 50.000 pro Katalog, zusätzlich zu den Standardzeilen. Die Einstellung erfolgt per Konfigurationsdatei %cadenas_setup%/partsol.cfg. Siehe hierzu unter Abschnitt 3.2.16.2, „Auflösen von Wertebereichen (gelben Feldern) begrenzen per Konfigschlüssel“.

    • -> Hier wird auch das Klassifizieren der Bestellnummer benötigt (wie bei 1.) (Variable mit Bestellnummer)

    • -> Außerdem muss unter Suchindexerstellung -> Bestellnummern abhängig von Wertebereichen indizieren der korrekte Eintrag gesetzt sein. Hierdurch wird gesteuert, welche Projekte automatisch aufgelöst werden sollen.

      Zur Vereinfachung steht hierfür ein Plugin zur Verfügung.

    Suchindexerstellung -> Bestellnummern abhängig von Wertebereichen indizieren

    Suchindexerstellung -> Bestellnummern abhängig von Wertebereichen indizieren

    Beispielprojekt mit indizierten Wertebereichen in PARTdataManager

    Beispielprojekt mit indizierten Wertebereichen in PARTdataManager

  3. Kataloge mit Wertebereichen, die NICHT einfach aufgelöst werden können

    Dies sind Kataloge mit sehr komplexen Wertebereichen, bei deren Auflösung Millionen und Milliarden von Kombinationsmöglichkeiten entstehen würden, was den per Konfig gesetzten Grenzwert überschreitet.

    Beispielprojekt mit vielen Wertebereichsvariablen, welche die Teilenummer interaktiv aufbauen

    Beispielprojekt mit vielen Wertebereichsvariablen, welche die Teilenummer interaktiv aufbauen

    • -> Hier wird das Klassifizieren des Typenschlüssels benötigt (Variable mit Typenschlüssel)

    • -> Außerdem muss unter Suchindexerstellung -> Bestellnummern abhängig von Wertebereichen indizieren der korrekte Eintrag "No" gesetzt sein. (Vergleiche Abb. „Suchindexerstellung -> Bestellnummern abhängig von Wertebereichen indizieren“; dort wurde für aufzulösende Projekte "Ja" gesetzt.)

      Diese Kataloge benötigen anstatt dessen eine ReverseConfig (pnoreverse.cfg).

    Zur Vereinfachung steht hierfür ein Plugin zur Verfügung.

    Der Aufwand ist hier höher, lohnt sich aber in jedem Fall für den Hersteller:

    • Via Bestellnummer / Typcode können Artikel auf PARTcommunity-Portalen sicher gefunden und korrekt bestellt werden.

      Es werden keine Deeplinks mehr benötigt.

    • Initiale Artikelzuordnung von ERP-Nummer zu PARTsolutions Projekten auf Basis von Bestellnummer / Typcode wird vereinfacht, da diese absolut eindeutig sind.

    • Bessere Suchergebnisse, da eben auch die aus komplexen Wertebereichswerten aufgebauten gefunden werden.

    Siehe auch Abschnitt 3.2.16.8, „Benefits der Klassifizierung nach CNSORDERNO and CNSTYPECODE“.

  4. Sonderfall bei 2) und 3): Nur eine bestimmte Anzahl der tatsächlich möglichen Kombinationen aus den Wertebereichsfeldern hat eine Bestellnummer und ist wirklich verfügbar bzw. bestellbar.

    -> Es wird eine CSV (pnomapping.csv) mit Mappinginformation von Bestellnummer und Typenschlüssel im Katalog-Wurzelverzeichnis hinterlegt.

    pnomapping.csv, Spaltennamen "PARTNUMBER" und "TYPECODE", Semikolon als Trennzeichen

    pnomapping.csv, Spaltennamen "PARTNUMBER" und "TYPECODE", Semikolon als Trennzeichen

    -> Die Sucheingabe erfolgt mit der Bestellnummer mit Suchmodus Suche nach Bestellnummer / Typcode , tatsächlich wird die Suche aber im Hintergrund mit dem Typcode ausgeführt.

    [Achtung] Achtung
    • Anwendungsgrund sollte nicht sein, um Bestellnummern in Tabellen zu vermeiden, sondern nur der oben genannte.

    • Die Bestellnummer wird nicht im Suchergebnis erscheinen, da sie nicht in der Tabelle vorhanden ist.

      Wird die Bestellnummer in der Tabelle benötigt, ist sie separat zu implementieren (was aber nichts mit dem beschriebenen Sonderfall an sich zu tun hat).

    • Die Bestellnummer wird nicht ins CAD, BOM, etc. exportiert.

    Beispiel: Suche mit Bestellnummer, in der Tabelle Anzeige des Typenschlüssels

    Beispiel: Suche mit Bestellnummer, in der Tabelle Anzeige des Typenschlüssels



[3] Die Klassenvariablen CNSORDERNO und CNSTYPECODE werden unter Variable mit Bestellnummer und Variable mit Typenschlüssel auf die gewünschte Variable gemappt. Siehe auch Abschnitt 5.9.2.3.1, „Merkmale per CNS-Klassifikation übergeben“.