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5.13.10.3.2.1. Anschlüsse, Funktionsgruppen, IEC Symbolik in eCl@ss

Da das oben beschriebene Konzept seinen Ursprung in eCl@ss Advanced hat, sollen die Beziehungen anhand desselben Bauteils noch einmal an dieser Stelle detailliert deutlich gemacht werden. Insbesondere wird auch auf Anschlussdefinitionen im eCl@ss Advanced Format eingegangen.

5.13.10.3.2.1.1. Anschlüsse in eCl@ss Advanced

Die folgende Abbildung zeigt die Anschlussdefinition in eCl@ss Advanced.

Anschlüsse sind in der FEATURE GROUP ADN293 (="CaX Anschluss und Funktion) definiert.

Anschlüsse sind in der FEATURE GROUP ADN293 (="CaX Anschluss und Funktion) definiert.

Das Device hat 5 Anschlüsse und 1 Funktionsgruppe (vgl. obige Abb.).

Gemäß dieser Aufteilung werden 3D-Daten sowie andere Eigenschaften der Anschlüsse in den Sektionen AAQ672 (="Anschluss") definiert.

Informationen zur Anschlusslogik, etc. werden in der Funktionsgruppe festgelegt.

[Hinweis] Hinweis

Physikalische und logische Anschlusseigenschaften sind getrennt. Diese konsequente Trennung ist im CNS-Klassifikationssystem nicht ganz so ausgeprägt.

5.13.10.3.2.1.2. Physikalische Anschlusseigenschaften

Die wichtigsten Informationen eines repräsentativen Anschlusses für das Teil 2964500 sind in der Abbildung dargestellt. Unter AAQ672 finden sich neben seinen 3D-Koordinaten mit Anschlussrichtung (siehe eingerahmte Daten in folgender Abb.) in der Regel auch Informationen zum Leitermaterial, Querschnitten, seiner Farbe und Abisolierlängen etc. (Im vorliegenden Fall wurde nur sparsam ohne diese zusätzlichen Informationen klassifiziert.)

[Hinweis] Hinweis

Anschlussidentifikator und Position sind obligatorisch.

Eigenschaften Anschluss: Der Key AAM650 definiert Anschlussposition und Anschlussrichtung gem. ISO AXIS ID Datentyp Definition. Die Verknüpfung mit den logischen Anschlusseigenschaften erfolgt über den Anschlussidentifikator AAN337 (hier ID = 3:1).

Eigenschaften Anschluss: Der Key AAM650 definiert Anschlussposition und Anschlussrichtung gem. ISO AXIS ID Datentyp Definition. Die Verknüpfung mit den logischen Anschlusseigenschaften erfolgt über den Anschlussidentifikator AAN337 (hier ID = 3:1).

5.13.10.3.2.1.3. Funktions(gruppen): logische Anschlusseigenschaften

Der Anschlussidentifikator verknüpft die physikalischen mit den logischen Anschlusseigenschaften.[55]

Anschlussidentifikatoren der fünf Anschlüsse. Alle weiteren Daten sind ausgeblendet. (Obige Abb. ist repräsentativ für die hier weggelassenen weiteren Anschlussdetails.)

Anschlussidentifikatoren der fünf Anschlüsse. Alle weiteren Daten sind ausgeblendet. (Obige Abb. ist repräsentativ für die hier weggelassenen weiteren Anschlussdetails.)

Im vorliegenden Fall gilt:

Anschluss ID
1.1
2.1
3.1
4.1
5.1

Im vorliegen Fall teilen sich die 5 Anschlüsse auf zwei Funktionen (siehe "Number of functions 2") auf:

Funktionsgruppe mit zwei Funktionen (expandiert auf dem ersten Level). Beachte die weitgehende Sprachunabhängigkeit von eCl@ss (englische Funktion bzw. Deutsche Funktion wird beides durch "AAQ676" beschrieben)

Funktionsgruppe mit zwei Funktionen (expandiert auf dem ersten Level). Beachte die weitgehende Sprachunabhängigkeit von eCl@ss (englische Funktion bzw. Deutsche Funktion wird beides durch "AAQ676" beschrieben)

Die Verknüpfung zwischen Anschluss und Funktion findet innerhalb des eCl@ss Key AAQ678 statt. Dabei gehören zwei Anschlüsse zur ersten Funktion und drei Anschlüsse zur zweiten Funktion. Exemplarisch betrachten wir in der Abbildung den entsprechenden Funktionseintrag zum Identifier "3:1".

Funktionsgruppe mit zwei Funktionen. Zur ersten Funktion (grüner Rahmen) gehören zwei Anschlüsse (innerhalb AAQ678; hier nicht gezeigt). Die zweite Funktion enthält drei Anschlüsse (roter und blauer Kasten). Die Einträge zum Identifier "3:1" sind im roten Kasten expandiert. Beachte die große Datenmenge, die zu großen Teilen der "Buchhaltung" dient.

Funktionsgruppe mit zwei Funktionen. Zur ersten Funktion (grüner Rahmen) gehören zwei Anschlüsse (innerhalb AAQ678; hier nicht gezeigt). Die zweite Funktion enthält drei Anschlüsse (roter und blauer Kasten). Die Einträge zum Identifier "3:1" sind im roten Kasten expandiert. Beachte die große Datenmenge, die zu großen Teilen der "Buchhaltung" dient.

Die bisherigen Betrachtungen lassen sich wie folgt zusammenfassen: (Die Funktionsnummer sehen Sie indirekt in der Abb. oben.)

Anschluss ID Funktionsnummer
4.1 1
5.1 1
3.1 2
1.1 2
2.1 2
5.13.10.3.2.1.4. IEC Symbolik

Nachdem nun logische Anschlüsse mit den physikalischen verknüpft sind, ergibt sich die Frage, wie das entsprechende Schaltsymbol des gesamten Devices (ein Device mit einer Funktionsgruppe und zwei Funktionen) aussieht. Dies geschieht innerhalb des eCl@ss Keys AAQ520.

[Hinweis] Hinweis

Wir betrachten ausschließlich hier den "Vanilla Case" ohne Extrawünsche, etc. Extrawünsche werden durchaus auch im Rahmen der IEC Symbolik in eCl@ss angewendet, diese sind aber offen für Interpretation und basieren auf gewissen Annahmen, die von Zielsystem zu Zielsystem variieren. Für solche Fälle ist eine allgemeine Symbolik in der Planung (Stand April 2019).

Das Bauteil wird demnach aus der Kombination von S00305 (="Spule") und S00230 (=Umschalter) beschrieben.

IEC Symbolkennung via eCl@ss AAC338 (S00305 bzw. S00230)

IEC Symbolkennung via eCl@ss AAC338 (S00305 bzw. S00230)

Zusammenfassend gilt:

Anschluss ID Funktionsnummer IEC Symbol

Anschlussname

Connection EclassSymbolMap
4.1 1 S00305 A1 S00305||1||1
5.1 1 S00305 A2 S00305||1||2
3.1 2 S00230 12 S00230||2||1
1.1 2 S00230 14 S00230||2||2
2.1 2 S00230 11 S00230||2||3

[Hinweis] Hinweis

Die Tabelle ist in der gleichen Reihenfolge wie das eCl@ss Dokument aufgebaut; würde man z.B. S00230||2||2 mit S00230||2||3 vertauschen, ergäbe sich ein fehlerhaftes Schaltbild. (Dies ist weniger relevant für das Klassifizieren via PARTproject als für das Einlesen von eCl@ss Advanced.)

Auf Seiten der CNS-Klassifikation zeigt das Merkmal Connection EclassSymbolMap eine recht kompakte Formulierung des beschriebenen Konzepts.

Das folgende Bild zeigt den Vergleich der Logik aus der Tabelle mit dem Schaltbild aus dem Datenblatt.

Logik aus Tabelle --- Schaltplan aus Datenblatt (Extrawünsche erkennbar)

Logik aus Tabelle --- Schaltplan aus Datenblatt (Extrawünsche erkennbar)



[55] Beachte: Der Anschlussname gehört zu den logischen Anschlusseigenschaften.