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3.5.5. Klassifizierung

Katalogteile die in Architektur-CAD-Systemen genutzt werden sollen, erfordern bestimmte Klassifikationen. Über Klassifikationen werden bestimmte Meta-Informationen und auch das „Beziehungswissen“ der Komponenten verwaltet und übermittelt. Im Folgenden erhalten Sie einen Überblick, welche Architektur- / BIM-Klassifikationen CADENAS Stand heute unterstützt:

Klassifikation Urheber Zweck
ARCHICAD CADENAS Platzierung / geometrische Funktionalitäten in ARCHICAD
IFC4 buildingSMART e.V. Interoperabilität in der BIM Branche auf Projekt- / Gebäudeebene
REVIT CADENAS

Platzierung / geometrische Funktionalitäten in REVIT

Siehe auch das Beispiel unten.

OmniClass 2006 CSI Fokus: Definition „was“ ein Objekt in REVIT ist (Detail Definition)
OmniClass CSI OmniClass 2012 ist eine Weiterentwicklung von 2006
PDT CIBSE Attributierung auf internationaler Ebene, unabhängig von Zielsystem (Excel)
UNICLASS RIBA / NBS Klassifikation, um „was“ genau für ein Produkt es sich handelt -> speziell in UK relevant
COBie buildingSMART e.V. Construction Operations Building information exchange - Zweck: Brücke zwischen CAD / BIM und Facility Management

[Hinweis] Hinweis

Da ein qualitativ hochwertiger „BIM Katalog“ natürlich so viele Klassifikationen (und damit Zielsysteme) wie möglich unterstützen sollte, stellt sich häufig die Frage, ob zwischen den Klassifikationssystemen auch „gemappt“ bzw. referenziert werden kann. Mit Ausnahme der zwei existierenden OmniClass Klassifikationen ist dies Stand heute (02/2017) allerdings (noch) nicht durchführbar. Die Möglichkeiten werden von CADENAS aber in Zukunft noch weiter untersucht.

Praktisches Beispiel:

Im Folgenden soll ein Bauteil exemplarisch mit der REVIT-Family-Templates-Mapping Klassifikationen ausgestattet werden:

[Hinweis] Hinweis

Bitte verfahren Sie bzgl. aller anderen BIM Klassifikationen gleichermaßen. Die erforderlichen Zeilen für Klassifikation und Merkmale sind in PARTproject nach Installation des jeweiligen Klassensystems verfügbar.

  1. Stellen Sie sicher, dass das REVIT Klassensystem installiert ist, bzw. beziehen Sie dieses bitte über PARTadmin -> Katalogaktualisierung -> Online.

  2. Starten Sie PARTproject und navigieren Sie über die Verzeichnisstruktur zu dem Bauteil, welches mit der Klassifikation ausgestattet werden soll.

  3. Klicken Sie auf die Punkte am Ende der Zeile Klassifikation (REVIT).

  4. Wählen Sie eine Revit Vorlage (Family Template), die am ehesten für Ihr eCATALOGsolutions Modell passt. Falls Sie keine Vorlage auswählen, wird „Metric Generic Model“ verwendet und die Platzierung des eCATALOGsolutions Modells durch den Nullpunkt der Geometrie auf den Mittelpunkt der Vorlage definiert.

  5. Bestätigen Sie die Auswahl mit OK.

    -> Das Fenster wird geschlossen.

  6. Klicken Sie dann auf die Punkte ... am Ende der Zeile Merkmale (REVIT).

  7. Bei Türen / Fenstern lässt sich ein Abzugskörper (Breite / Höhe) definieren, der eine Wandöffnung in Revit erzeugt. Je nach gewählter Klasse, erscheint ein Hilfedialog in der Klassenauswahl unten.

    Die Merkmale können entweder an eine Tabellenvariable gebunden („Variable“) werden oder als fixer Wert („Value“ bei statischen eCATALOGsolutions Modellen) definiert werden.

  8. Bestätigen Sie das Fenster mit OK und wechseln Sie auf die zum Projekt zugehörige 3db-Datei in der PARTproject Ordner- / Dateistruktur.

  9. Öffnen Sie das 3db und platzieren Sie den für REVIT erforderlichen Einfügepunkt. Die Benennung steht Ihnen frei. Der Position und Ausrichtung obliegt allerdings besondere Aufmerksamkeit.

    Bei Baugruppen ist das jeweilige 3db zu wählen, welches den Einfügepunkt beinhaltet.

    Der Einfügepunkt muss in Anbetracht der Varianten eine feste Position / Orientierung beibehalten.

    [Tipp] Tipp

    Am sinnvollsten für diesen Zweck ist es, eine leere Geometriedatei / 3db zu erzeugen, die nur den Einfügepunkt trägt und in jeder konfigurierbaren Variante der Baugruppe aktiv / verfügbar ist.

  10. Klicken Sie in PARTproject mit der rechten Maustaste in das 3D-Vorschaufenster und wählen Sie den Befehl Anfügepunkt auswählen. Selektieren Sie dann den Eintrag „Revit family template mapping“:

  11. Klicken Sie nochmals auf die .prj-Datei in der PARTproject Ordnerstruktur und überprüfen Sie, ob nun in den beiden Klassifikationszeilen die Einträge vorhanden sind:

  12. Für den Fall, dass Ihre Geometrie einen Anfügepunkt für ...

    • Leerrohr (Conduit connector)

    • Lüftungskanal (Duct connector)

    • Elektrische Verbinder (Electrical connector)

    • Rohre (Pipe connector)

    • Kabeltrassen (Cable tray connector)

    ... besitzt, der nach Revit übertragen werden muss, verfahren Sie bitte mit den Punkten wie unter 10. beschrieben und publizieren Sie den eCATALOGsolutions Connection point als einen der oben genannten Punkte (der Punkt Revit family template mapping ist hierbei nicht zu verwenden).

    Beispiel „Lüftungskanal“

    Beispiel „Lüftungskanal“

    In der Auswahlmaske erscheinen je nach gewähltem Verbinder Eigenschaften, die entweder an einen eCATALOGsolutions Wert („Variable“) gebunden oder mit einem fixen Wert („Value“) versehen werden. Gültige Werte (falls Revit-systembedingt erforderlich) erscheinen als Hilfetext / Beschreibungstext unten. Die Benennung muss in englischer Sprache erfolgen, bsp. „Exhaust“ für Kaminabluft.

    [Tipp] Tipp

    Ein Beschreibungstext (Connector Description) sollte in jedem Fall angegeben werden, sodass der Anfügepunkt (bei mehreren gleichartigen) identifiziert werden kann.

  13. Die Klassifikation ist nun vollständig. Es empfiehlt sich aber, jeweils noch einen Export-Test nach REVIT durchzuführen, um die korrekte Positionierung und Handhabung der Abzugskörpers sicherzustellen.