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Manual

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5.8.2.1.15.19. VDI 3805 Importer
5.8.2.1.15.19.1. Anwendungsbereich

Mit dem VDI 3805 Importer können Hersteller aus dem TGA-Bereich[35] (Haustechnik für Heizungen, Rohre, Pumpen, etc.) ihren VDI-Katalog mit eCATALOGsolutions importieren und einen PARTsolutions-Katalog erstellen, der dann auf PARTcommunity-Portalen bereitgestellt wird. Angebotene Downloadformate sind aktuell die Neutralformate STEP/IGES (3D) und DWG/DXF (2D).

Ablaufdiagramm

Ablaufdiagramm

Es werden Geometrie und blattspezifische Metadaten importiert.

Aktuell wird nur der Import statischer Daten unterstützt.

Laufende Aktualisierungsmöglichkeit der Daten ist gegeben.

VDI 3805 regelt den Produktdatenaustausch in der TGA über verschiedene Datenblätter. Jedes Blatt definiert einen speziellen Produktbereich mit Details zu allen Attributen und genauer Produktbeschreibung.

PARTsolutions unterstützt eine Vielzahl von Blättern. Details hierzu erhalten Sie auf Anfrage.

Die folgende Abbildung zeigt den aktuellen Bearbeitungsstand[36] der Datenblätter.

VDI 3805 Datenblätter

VDI 3805 Datenblätter

5.8.2.1.15.19.2. VDI Wizard

Im Folgenden ist beschrieben, wie Sie ganz einfach mit Hilfe eines Wizards Ihren VDI-Katalog erstellen können.

  1. Öffnen Sie den Wizard in PARTproject, in der Projektauswahl über das Kontextmenü unter Automatisierung -> VDI 3805 Wizard.

    PARTproject Indexbaum mit Kontextmenübefehl "VDI 3805 Wizard"

    PARTproject Indexbaum mit Kontextmenübefehl "VDI 3805 Wizard"

    -> Der Wizard öffnet sich mit Dialogbereich VDI settings.

    [Hinweis] Hinweis

    Prozessdateien werden initial im CADENAS-User Verzeichnis beim ersten Start des Wizards angelegt ($CADENAS_USER/vdi).

    Bei weiteren Aufrufen erfolgt eine Abfrage: "Dateien auf neue Version aktualisieren?"

    Der User kann nun wählen, ob er alle Dateien im User-Verzeichnis updaten will oder nicht.

    Details hierzu finden Sie weiter unten.

  2. Nehmen Sie die Einstellungen im Dialogbereich VDI settings vor:

    VDI Wizard mit VDI settings

    VDI Wizard mit VDI settings

    • Eingabeverzeichnis: Bestimmen Sie mittels Durchsuchen ... das Verzeichnis, in welchem sich die zu importierenden VDI-Dateien befinden.

    • Ausgabeverzeichnis (optional): Hier werden alle Dateien abgelegt, die während des Vorgangs erzeugt werden. Keine dieser Dateien ist am Ende von Relevanz, nur für eine etwaige Fehlerüberprüfung, wofür die Zwischenergebnisse benötigt werden.

      Wenn das Auswahlkästchen Ausgabepfad als Eingabe verwenden zugleich mit einem Ausgabeverzeichnis angegeben/aktiviert ist, werden die vorhandenen Dateien im Ausgabeverzeichnis wiederverwendet.

      Bedeutung:

      • Erneuter Start mit derselben VDI-Datei läuft x-mal schneller ab, weil keine Dateien mehr konvertiert werden müssen. (Evtl. wurde nur der NB angepasst. Siehe unten.)

      • Wenn die VDI-Datei in einer neueren Version vorliegt (und gleichen Dateinamen hat), muss diese Checkbox deaktiviert sein, ansonsten gibt es dasselbe Ergebnis wie mit der vorherigen VDI-Datei.

    • LOD: Bestimmen Sie den Detaillierungsgrad (Geringe Qualität | Hohe Qualität | All).

      Dies betrifft die Qualität und Struktur der zu importierenden Geometrie. Als Default ist All eingestellt. Je nachdem wie komplex die Daten sind, können bei Geringe Qualität mehr Daten als bei Hohe Qualität importiert werden (Toleranzen, Genauigkeiten, Kompatibilität).

    • Ausgabepfad als Eingabe verwenden: Siehe oben bei Ausgabeverzeichnis.

    • Vorschau generieren: Wenn für Projekte und Zeilen Vorschaubilder erstellt werden sollen, aktivieren Sie das Auswahlkästchen.

  3. Klicken Sie Weiter > und nehmen Sie dann die Einstellungen im Dialogbereich Catalog settings vor:

    VDI Wizard -> Einstellungsbereich "Catalog settings"

    VDI Wizard -> Einstellungsbereich "Catalog settings"

    • Indizierung: Bestimmen Sie, ob beim Import der Anzeigeindex erstellt werden soll (Ein/Aus).

    • Import: Bestimmen Sie den Importmodus:

      • Synchronisiert: Abgleich der Bestandsstruktur/-attribute/-geoemtrie

      • Aktualisieren: Anreicherung der Bestandsstruktur/-attribute/-geoemtrie

      • Entfernen: Entfernen von Informationen in Bestandsstruktur/-attribute/-geoemtrie

    • Katalogname: Bestimmen Sie mittels Durchsuchen ... den gewünschten Katalognamen, bzw. legen Sie diesen Ordner an.

    • Katalogautor:

    • Kataloglizenz: Wie bei jedem Katalogimport muss hier eine Lizenz (falls benötigt) eingetragen werden:

      Beispiel:

      CNS2009*CATALOGS*KATALOGNAME
    • NB (Normbezeichnung): Defaultwert ist "$HERSTELLER_BESTELLNUMMER. ($LOD.)".

      Dieser Wert kann angepasst werden. Hat ein Teil ein LOD (gelbes Feld), muss der LOD in den NB.

      [Hinweis] Hinweis

      Nach der Änderung des NB, muss der Prozess erneut ausgeführt werden. Um die Prozesszeit zu verkürzen, können Sie die VDI-Ausgabe wiederverwenden, da sie ja bei einem neuen Lauf gleich bleibt.

      Geben Sie hierzu ein Ausgabeverzeichnis an und aktivieren Sie das Auswahlkästchen Ausgabepfad als Eingabe verwenden. Details hierzu finden Sie oben.

    [Hinweis] Hinweis

    Experteneinstellungen

    Prozessdateien werden initial im CADENAS-User Verzeichnis beim ersten Start des Wizards angelegt ($CADENAS_USER/vdi).

    • CSV zum Importstatus: Hier können Sie schnell ermitteln, welche Dateien erfolgreich importiert wurden und bei welchen der Import fehlschlug.

    • importpaths.cfg

      Hier ist der Aufbau der Katalogstruktur entsprechend zu den VDI-Datenblättern eingestellt.

      [2]
      Path=$Blatt./$Armaturenart./$Armaturen-Typbezeichnung.
      Name=$Blatt Beschreibung. - $Blatt.
      [3]
      Path=$Blatt./$Bauart des Wärmeerzeugers./$Feuerungsart.
      Name=$Blatt Beschreibung. - $Blatt.
      [4]
      Path=$Blatt./$Produktbezeichnung./$Armaturen-Typbezeichnung.
      Name=$Blatt Beschreibung. - $Blatt.
      [5]
      Path=$Blatt./$Durchlasstyp./$Durchlassserie.
      Name=$Blatt Beschreibung. - $Blatt.
      etc.

      Beim Aufbau der Kataloge wird die Blattnummer als Verzeichnis unter dem Katalognamen beim Import angelegt. Diese Blatt-Kataloge werden auch bei einem erneuten Import/Update kompatibel synchronisiert. Weitere Substrukturen dürfen manuell nicht angelegt werden, damit Updates funktionieren.

      Beispiel:

      <gewählter Katalogname>
      o 17
      O 20 
    • translations.csv:

      Optional können hier Übersetzungen hinterlegt werden.

      text;deu;eng
    • vdi.pwp

      Die .pwp-Datei ist eine XML-Datei mit allen Einstellungen der Pipeline. Sie können diese mit PARTdataCenter oder dem Pipeeditor öffnen.

      Durch Selektion einzelner Knoten haben Sie im Knoteneditor Zugriff auf eine Vielzahl von Einstellungen. Speichern Sie nach Änderungen die Datei und führen Sie den Wizard erneut aus.

      Einstellungen im Knoten PARTsolutions Exporter:

      • Bestellnummer: Per Default ist Hersteller Bestellnummer eingetragen.

      • LINA (Stücklistenbezeichnung): Defaultwert ist "$HERSTELLER_BESTELLNUMMER."

      • Weitere Attribute wie NT und NN können optional gesetzt werden.

      Einstellungen im Knoten Quick & Simple:

      • Zielverzeichnis:

        Für die Fehleranalyse ist es wichtig die PS3-Dateien zur Hand zu haben.

        Hier kann ein Wunschverzeichnis zur Ablage der STEP- und PS3-Dateien angegeben werden. Dann muss nicht das Standard-Temp-Verzeichnis genutzt werden.

        Möchte man dennoch das Standard-Temp-Verzeichnis nutzen, muss man einen bestimmten Konfig-Schlüssel setzen, damit die PS3-Dateien nach dem Import nicht automatisch gelöscht werden.

        pipeline.cfg

        [Runner]
        RemoveTemp=0

        Setzen Sie den Wert von RemoveTemp 1 auf 0. Legen Sie den Schlüssel an, sofern er nicht vorhanden ist.

  4. Klicken Sie abschließend auf Fertigstellen.

    -> Der Import und der Katalogaufbau werden gestartet. Je nach Größe der Ursprungsdatei und gewählten Einstellungen (Vorschaubilder, LOD) kann dies ein paar Minuten oder Stunden dauern.

  5. Sobald der Import abgeschlossen ist, muss in PARTproject der Index aktualisiert werden und mit F5 die Anzeige. Jetzt ist das Ergebnis sichtbar.

    Index in PARTproject

    Index in PARTproject

  6. Öffnen Sie den VDI-Katalog im PARTdataManager in der Teileauswahl.

    Teileauswahl: Importiertes Beispielteil

    Teileauswahl: Importiertes Beispielteil

  7. Öffnen Sie ein Projekt im PARTdataManager in der Teileansicht.

    Alle vorhandenen Attribute wurden angelegt und befüllt, 3D Ansicht und Zeilenvorschaubilder sind vorhanden.

    Teileansicht: Importiertes Beispielteil

    Teileansicht: Importiertes Beispielteil

5.8.2.1.15.19.3. Voraussetzungen für den Betrieb
  • Standard eCATALOGsolutions/PARTProject Systemvorausetzungen. Siehe Kapitel 2, Systemvoraussetzungen in Installation - Handbuch.

  • Lizenz: ECAT/DEV_IMPORT_VDI3805_CATALOG



[35] Technische Gebäude Ausrüstung

[36] https://www.vdi.de/fileadmin/vdi_de/redakteur_dateien/gbg_dateien/VDI_3805_Bearbeitungsstand-05-21-2015.pdf