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Denkmal (Gedenken) (4328 views - History & Epochal Times)

Ein Denkmal als Werk des Gedenkens wird auch als Denkmal im engeren Sinne bezeichnet. Es ist im allgemeinen Sprachgebrauch laut Duden eine „zum Gedächtnis an eine Person oder ein Ereignis errichtete, größere plastische Darstellung; [ein] Monument.“
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Denkmal (Gedenken)

Denkmal (Gedenken)

Ein Denkmal als Werk des Gedenkens wird auch als Denkmal im engeren Sinne bezeichnet. Es ist im allgemeinen Sprachgebrauch laut Duden eine „zum Gedächtnis an eine Person oder ein Ereignis errichtete, größere plastische Darstellung; [ein] Monument.“[1]

Herkunft

Die Begriffsgeschichte des Wortes Denkmal geht auf Martin Luther zurück, bei dem es die Bedeutung „Gedächtnisstütze“ hat. Dabei wird der Ausdruck heterogen verstanden und muss von dem Denkmal im weiteren Sinne, also dem Denkmal als Zeugnis vergangener Kulturgeschichte, unterschieden werden.

Definition

Denkmale

Denkmale als Werk des Gedenkens sind laut obiger Definition größere plastische Objekte der Kunstgeschichte und damit dreidimensionale, in der Regel künstlerisch gestaltete Objekte, geschaffen, um an eine historische Persönlichkeit oder ein geschichtliches Ereignis zu erinnern. Denkmale als Erinnerungswerke gehören zu den klassischen Genres von Baukunst und Bildhauerei wie die Pyramiden von Gizeh, das Grabmal des Konfuzius oder auch Herrscherstatuen.

Solche bewusst als Werke des Gedenkens geschaffenen Objekte lassen sich folgendermaßen einteilen:

Da ein solches Denkmal im engeren Sinne ein „erhaltenes [Kunst]werk, das für eine frühere Kultur Zeugnis ablegt“,[1] sein kann, kann es amtlicherseits als Kulturdenkmal eingestuft werden. Seine Eigenschaft als Gedenkensobjekt hängt davon jedoch nicht ab. Oft wurde für solcherart Objekte der Begriff Kunstdenkmal verwendet, wie beispielsweise in der 1893 begonnenen Schriftreihe Die Bau- und Kunstdenkmäler von Westfalen oder auch 1934 im sächsischen Gesetz zum Schutze von Kunst-, Kultur- und Naturdenkmalen.

Zweifelsfälle

Ob Mahnmal zu Denkmal synonym genutzt wird[2] oder abgegrenzt werden muss,[3] wird unterschiedlich gesehen.

Gedenksteine und Grabmäler sind laut obiger Definition immer dann als Denkmal anzunehmen, wenn sie künstlerisch bearbeitet wurden. Wenn die Steine jedoch lediglich mit einer einfachen Inschrift versehen wurden oder dort eine Inschriftenplatte angebracht wurde, dann sind sie wie eine Gedenktafel zwar ein Werk des Gedenkens, jedoch nach obiger Definition kein Denkmal.

Keine Denkmale

Keine Denkmale in diesem Sinne sind Werke des Gedenkens, die nicht „größere plastische Darstellung[en]“ sind. Dazu gehört die Gedenktafel, die eigentlich ein Hinweisschild ist. Eine besondere Form einer solchen Gedenktafel ist der im Boden eingelassene Stolperstein. Keine Denkmale in diesem Sinne sind auch Museen sowie Gedenkzimmer, die sich monografisch einem Künstler widmen. Weitere Objekte, die zwar Werke des Gedenkens sind, aber keine Denkmale, finden sich in der Kategorie:Werk (Gedenken).

Diskussion

Während Denkmäler ursprünglich an Ereignisse im Rahmen einer Botschaft erinnern können, werden sie später selbst historisch. Der Historiker Reinhart Koselleck schrieb: „Jede Selbstaussage eines Denkmals setzt Grenzen, innerhalb derer seine Rezeption freigegeben wird. Sie sind nicht beliebig ausdehnbar. Entweder kann die Botschaft eines Denkmals rituell wiederholt werden, oder das Denkmal wird – soweit möglich – umgewidmet, sonst gestürzt oder vergessen. Die sinnlichen Spuren der Erinnerung, die ein Denkmal enthält, und die Wege seiner Rezeption laufen (...) auseinander. Die Empfangsbereitschaft der Betrachter kann politisch – und religiös – aufgeladen bleiben oder verlöschen. (...) Zurück bleibt, aufgrund seiner Selbstaussage, die ästhetische Qualität des Denkmals.“ Sören Philipps schlussfolgerte daraus: „Bei materiellen Überresten rein ästhetischer Funktion befindet man sich also in der Geschichte statt im lebendigen Gedächtnis.“[4]

Siehe auch



This article uses material from the Wikipedia article "Denkmal (Gedenken)", which is released under the Creative Commons Attribution-Share-Alike License 3.0. There is a list of all authors in Wikipedia

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