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Verband der Automobilindustrie (4072 views - Standard Department Organisations)

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) ist ein rechtsfähiger Verein mit Sitz in Berlin und der gemeinsame Interessenverband der deutschen Automobilhersteller und -zulieferer. 1901 wurde der Verein Deutscher Motorfahrzeug-Industrieller (VDMI) gegründet, 1923 in Reichsverband der Automobilindustrie (RDA) umbenannt und 1946 zur heutigen Bezeichnung umbenannt.
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Verband der Automobilindustrie

Verband der Automobilindustrie

Verband der Automobilindustrie
(VDA)
Rechtsform Eingetragener Verein
Zweck Interessenverband der deutschen Automobilhersteller und -zulieferer
Sitz Berlin
Gründung 19. Januar 1901
Ort Eisenach
Präsident Matthias Wissmann
Website www.vda.de

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) ist ein rechtsfähiger Verein mit Sitz in Berlin und der gemeinsame Interessenverband der deutschen Automobilhersteller und -zulieferer. 1901 wurde der Verein Deutscher Motorfahrzeug-Industrieller (VDMI) gegründet, 1923 in Reichsverband der Automobilindustrie (RDA) umbenannt und 1946 zur heutigen Bezeichnung umbenannt.

Geschichte

Der VDMI (Verein Deutscher Motorfahrzeug-Industrieller) wurde am 19. Januar 1901 in Eisenach gegründet. Gründungsmitglieder waren:

Erster Vorsitzende wurde Gustav Vischer und Eugène de Dietrich sein Stellvertreter.

Der VDMI setzte sich für die Förderung des Straßenverkehrs ein, trat gegen belastende behördliche Maßnahmen und für Zollschutz und Kontrolle von Autoausstellungen ein. Eine Vereinbarung der VDMI war z.B. die in 1906 eingeführte Luxussteuer für Automobile, aus der sich hubraumabhängige Steuerklassen ergaben, in die Typenbezeichnung einfließen zu lassen. Aus einem Mercedes 45 PS wurde so der Mercedes 26/45 PS. Diese Steuer-PS war typisch für die Typenbezeichnungen bis Ende der 1920er Jahre.[1]

Nach Änderung des Namens im Jahr 1923 in Reichsverband der Automobilindustrie (RDA) heißt der Verein seit dem 2. Mai 1946 Verband der Automobilindustrie (VDA).[2]

Erste Frau im Präsidentenamt war von 1989 bis 1996 Erika Emmerich.[3] Ihre Nachfolge trat Bernd Gottschalk an.[4] Nachdem Gottschalk im März 2007 zurückgetreten war, folgte ihm Matthias Wissmann.[5]

Der VDA heute

In der Öffentlichkeit ist der VDA bekannt als Veranstalter der jährlich stattfindenden Internationale Automobilausstellung. Sie findet wechselnd in Frankfurt (PKW) und in Hannover (Nutzfahrzeuge) statt. Die eigentlichen Aufgaben des VDA sind die Interessenvertretung, Meinungsaustausch zwischen den Mitgliedern und die Erarbeitung von Standards wie etwa Empfehlungen für logistische Verfahren von Industriebetrieben oder den De-facto-Standard für EDI in der deutschen Automobilindustrie.

Der VDA ist assoziiertes Mitglied im Verband der europäischen Automobilhersteller ACEA und Mitglied im Verband der europäischen Automobilzulieferindustrie CLEPA.

Des Weiteren ist der VDA Gründungsmitglied der europäischen Non-profit-Organisationen ENX und Odette, die Standardisierungsaufgaben im Bereich der unternehmensübergreifenden Zusammenarbeit in der Automobilindustrie wahrnehmen.

Präsident und Geschäftsführung

Präsident des VDA ist seit 1. Juni 2007 der ehemalige Bundesverkehrsminister Matthias Wissmann.[6] Geschäftsführer des VDA sind Klaus Bräunig, Joachim Damasky und Kay Lindemann. Klaus Bräunig ist für die Grundsatzfragen des Verbandes sowie für die Bereiche Zulieferindustrie, Mittelstand, Aftermarket, Ausstellungen, Steuern und Zölle, Recht und Versicherungen sowie Personal und Finanzen zuständig. Joachim Damasky betreut die Bereiche Technik, Sicherheit, Umweltschutz, Energie, Arbeitsschutz, Gefahrstoffe, Forschung, Normung, Qualitätsmanagement, Logistik und Historische Fahrzeuge. Kay Lindemann verantwortet die Themen Wirtschaftspolitik, Märkte, Klimaschutz, Nutzfahrzeuge, Verkehrspolitik, Europapolitik und Inhousekommunikation.

Im August 2017 wurde bekannt, dass Wissmann angeblich als Präsident des Verbandes abgelöst werden soll.[7] Wenig später wurde dies von Mitgliedsunternehmen dementiert.[8]

VDA-Empfehlungen (Normen) für EDI

Heute setzt praktisch jeder der deutschen Automobilhersteller und damit auch alle mittleren und großen Zulieferbetriebe EDI ein, wobei die Anforderungen fast aller Automobilhersteller die ursprünglichen Grundnormen der VDA durchbrechen. Im Zuge der Globalisierung stellen auch die deutschen Betriebe immer mehr auf EDIFACT um. Der VDA ist allerdings auch hier um eine Standardisierung bemüht, nach der nur bestimmte Nachrichtenarten des EDIFACT verwendet werden sollen. Das Ausschöpfen der gesamten Nachrichtenmöglichkeiten des EDIFACT würde wieder zu einem Auseinanderdriften führen und der Vereinheitlichung des Datenaustausches entgegenwirken. Seit 2011 gibt es Aktivitäten, eine Reihe neuer VDA-Subsets auf Basis Globaler EDIFACT-Nachrichtenformate für den Bereich Logistik zu entwickeln. Ziel ist es, einen hohen Standardisierungsgrad auch für EDIFACT-Formate nach dem Vorbild der VDA 4938 zu erreichen.

VDA-Veröffentlichungen

Der VDA gibt eine Reihe von Veröffentlichungen heraus, die auch online zu finden sind. Dazu gehören:

  • Jahresberichte
  • VDA-Politikbrief
  • VDA-Empfehlungen
  • FAT-Schriftenreihe
  • Statistiken
  • Datenblätter
  • VDA-Prüfblätter
  • VDA-Werkstoffblätter
  • VDA-Schriftenreihe

Siehe auch



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