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Pfette (6212 views - Architecure & BIM & MEP)

Mit Pfette ist meist eine Dachpfette gemeint, also ein waagerechter Träger in der Dachkonstruktion. Pfetten liegen in der Regel parallel zu First und Traufe eines Daches. Pfetten sind das kennzeichnende Merkmal des Pfettendachs. Sie tragen die schräg verlaufenden Sparren. Firstpfette und Mittelpfette bilden den oberen Abschluss des Dachstuhls im engeren Sinne, während die Fußpfette auf der Außenwand aufliegt. Ein Sparrendach benötigt keine Pfetten. Wenn eine Dachkonstruktion demgegenüber ohne Sparren auskommt und nur aus Dachbindern und Pfetten besteht, bezeichnet man diese auch als Pfettensparren (oder Sparrenpfetten). Im Fachwerkbau wird auch das Rähm als Pfette bezeichnet.
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Pfette

Pfette

Mit Pfette ist meist eine Dachpfette gemeint, also ein waagerechter Träger in der Dachkonstruktion. Pfetten liegen in der Regel parallel zu First und Traufe eines Daches.

Pfetten sind das kennzeichnende Merkmal des Pfettendachs. Sie tragen die schräg verlaufenden Sparren. Firstpfette und Mittelpfette bilden den oberen Abschluss des Dachstuhls im engeren Sinne, während die Fußpfette auf der Außenwand aufliegt.

Ein Sparrendach benötigt keine Pfetten. Wenn eine Dachkonstruktion demgegenüber ohne Sparren auskommt und nur aus Dachbindern und Pfetten besteht, bezeichnet man diese auch als Pfettensparren (oder Sparrenpfetten).

Im Fachwerkbau wird auch das Rähm als Pfette bezeichnet.

Firstpfette

Die Firstpfette befindet sich nahe dem Dachfirst und trägt ihre Lasten über Stützen, Wände oder Dachbinder eines liegenden Dachstuhls ab.

Mittelpfette

Mittelpfetten, auch Zwischenpfetten,[1] werden bei Pfettendächern als Vollholz-Konstruktion traditionell eingesetzt, wenn die Spannweite der Sparren mehr als 4,5 bis 5,5 Meter beträgt. Kehlbalkendächer sind häufig nur mit Mittelpfetten ausgestattet, da diese Teil des aussteifenden Dachstuhls sind.

Fußpfette

Die Fußpfette liegt in der Regel im Traufbereich einer Dachfläche auf einer Geschossdecke oder einem Drempel. Wenn sie vollflächig auf der Außenwand aufliegt, wird sie auch als Mauerlatte bezeichnet und kann schwächer dimensioniert werden, als die anderen Pfetten.

Statisches System im Holzbau

In Vollholz-Konstruktionen kommen wegen der üblichen Schnittholzlängen (6 m bis 7 m, maximal 9 m) häufig Zweifeldträger zur Ausführung.[2] Bei größerer Dachlänge werden Zweifeldträger aneinandergekoppelt oder Gelenkträger (Gerberträger) ausgeführt.[2]

Mit üblichen Schnittholz-Abmessungen werden traditionell Stützweiten von 4,5 m bis 5,5 m vorgesehen. Bei längerer Stützweite (oder hoher Schneelast) können auch Brettschichtholz-, Wellsteg- oder Fachwerkträger sowie Stahlprofile oder durch Stahlprofile verstärkte Holzquerschnitte als Einfeld- oder Durchlaufträger wirtschaftlich eingesetzt werden.[2]

 Wiktionary: Pfette – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise und Fußnoten

  1. Zwischenpfette nach Günther Wasmuth (Hrsg.): Wasmuths Lexikon der Baukunst. Berlin, 1929–1932 (4 Bände), Lemma Dachpfette
  2. a b c Satz nach Hagen Prehl: Hölzerne Dachkonstruktionen. 2. Auflage. Werner Verlag, Düsseldorf 2001, S. 35–37.


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